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18 Apr

Skandinavisch Wohnen: Hygge und Lagom

Skandinavisches Lebensgefühl
Was die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden angeht, sind die Skandinavier echte Profis. Schließlich sind die Winter im hohen Norden lang, dunkel und verschneit. Umso wichtiger ist es dann, sich zu Hause wohl zu fühlen und viel Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen. So lieben es die Dänen hyggelig, während die Schweden ihren Alltag gern Lagom gestalten. Viel Licht, warme Farben und weiche Materialien sind dabei wichtige Elemente der skandinavischen Wohnphilosophie. Wir stellen Ihnen heute die Interieur-Trends Hygge und Lagom vor und verraten Tricks und Tipps, wie auch bei Ihnen zu Hause die skandinavische Gemütlichkeit einzieht.

Machen Sie es sich schön hyggelig

Der Begriff Hygge stammt ursprünglich aus dem Norwegischen. Er bedeutet so viel wie „Wohlbefinden“ und umschreibt in Skandinavien eine ganz besondere Lebensphilosophie. Zu dieser sehr positiven Einstellung gehört neben viel Humor und noch mehr Gelassenheit auch die gemütlich-behagliche Gestaltung der eigenen vier Wände. Ist Ihnen auf einmal auch nach ein wenig mehr Hygge in Ihrem Wohnzimmer? Dann lassen Sie sich doch einfach von unseren Keyfacts rund um das behagliche Wohnkonzept aus Dänemark inspirieren.

Warme Lichtquellen

Um eine warme Raumatmosphäre zu schaffen, setzen die Skandinavier auf viele Tisch- und Stehlampen. Diese sorgen für eine angenehme indirekte Beleuchtung. Achten Sie deshalb darauf, in Glühbirnen mit geringer Wattzahl und warmer Lichtwirkung zu investieren. Als ultimative Hygge-Lichtquelle gelten allerdings Kerzen, die den gesamten Raum in ein sanftes Licht tauchen. Perfekt zum Entspannen und Wohlfühlen und an lauen Frühlingsabenden auch auf dem Balkon wunderschön!

Typische Hygge-Farben

Die absolute Grundfarbe des Hygge-Trends ist Weiß. Weiß gestrichene Wände und weiße Möbel sorgen für Leichtigkeit. Pastellfarben und Nudetöne wie Rosé, Hellblau, Beige oder Creme bringen zusätzliche Frische in den Raum. Auffällige Akzente hingegen setzen Sie mit Deko-Accessoires in leuchtenden Farben wie Gelb, Rot oder Petrol.

Naturmaterialien

Zu viel Weiß wirkt schnell steril und das entspricht so gar nicht dem gemütlichen Hygge-Gefühl. In Kombination mit hellem Holz sorgen Sie jedoch wieder für Behaglichkeit und schaffen außerdem einen zeitlosen Look. So lassen sich ein heller Dielenboden oder ein hübscher Kleiderschrank aus Birkenholz wunderbar mit Dekoelementen oder Textilien in hyggetypischen Farben kombinieren.

Hauptsache kuschelig

Um das Hygge-Wohnkonzept abzurunden, darf es an kuscheligen und weichen Textilien nicht fehlen. Flauschige Teppiche, weiche Decken auf Sofas, Sesseln und Stühlen sorgen für Gemütlichkeit. Allerdings sollten Sie darauf achten, den Raum damit nicht zu überladen. Setzen Sie bei der Auswahl von Vorhängen und Kissenbezügen auf Materialien wie Leinen oder Baumwolle, da diese leicht und dezent wirken. Um dem Auge etwas Abwechslung zu bieten, eignen sich vereinzelt auch Farben, Formen und grafische Muster. Dekoelemente aus Holz, Steingut, Keramik oder Porzellan ergänzen den entspannten Skandi-Style und lockern das Gesamtbild des Raums zusätzlich auf.

Hygge zu leben, heißt jedoch nicht nur, die eigenen vier Wände typisch skandinavisch einzurichten. Die Philosophie lässt sich auf jegliche Lebensbereiche anwenden und bedeutet vor allem, sich wohl zu fühlen, viel Zeit mit den Liebsten zu verbringen und es sich zu Hause, in Cafés oder im Park um die Ecke so richtig gemütlich zu machen.

Lagom: der ausgeglichene Nachbar aus Schweden

Während der Interieur-Trend Hygge auf Gemütlichkeit und Wohlbefinden abzielt, dreht sich bei Lagom alles um das Wesentliche. Der aus dem Schwedischen kommende Begriff beschreibt die goldene Mitte – also nicht zu viel, nicht zu wenig. Es geht um Ausgeglichenheit und Achtsamkeit. Was das für Ihre Einrichtung bedeutet? Wir verraten es Ihnen.

Weniger ist mehr

Lagom verzichtet auf Extreme und fokussiert sich auf das Wesentliche. Das sorgt für Ausgeglichenheit und einen klaren Kopf. Gemütlich soll es in den eigenen vier Wänden natürlich trotzdem noch sein. Dafür sorgen vor allem Naturmaterialien wie reine Baumwolle oder Leinengemische. Auf auffällige Dekoration wird hingegen verzichtet. Feine Details wie eine einzelne elegante Tischleuchte, kleine Accessoires und einige Kerzen sorgen für die individuelle Note.

stuhl-im-raum-mit-schafsfellQualität statt Quantität

Lagom-Liebhaber wählen ihre Möbelstücke mit Bedacht aus und setzen dabei auf viel Holz und einzelne, qualitativ hochwertige Designerstücke von skandinavischen Designern wie Hay, Finn Juhl oder Fritz Hansen. Der lagome Einrichtungsstil zeichnet sich durch schlichte Funktionalität und eine klare Formensprache aus, ohne dabei vollständig auf gemütliche Elemente zu verzichten. Wenn Sie diese reduziert und ganz bewusst einsetzen, können sich tolle Kombinationen ergeben.

Die persönliche Note

Neben hochwertigen Designerstücken sind es oftmals Erbstücke oder Fundstücke vom Flohmarkt, die durch ihre emotionale Bedeutung von ganz besonderem Wert für uns sind. Jedoch gilt auch für Schätze dieser Art das Konzept der Ausgeglichenheit. Der alte Ohrensessel darf gern prominent im Wohnzimmer platziert werden und kommt dann auch ohne Dekokissen oder Kuscheldecke gut zur Geltung.

Mut zur Farbe?

Wer nach dem Lagom-Prinzip lebt, geht bewusst und beschwingt durchs Leben. Da kann ein wenig Farbe nicht schaden, oder? Einzelne farbliche Akzente können Sie durch eine schöne Wandfarbe oder einen schlichten Teppich setzen. Ähnlich wie beim Hygge-Wohnkonzept werden auch bei Lagom Pastellfarben oder Nude-Töne bevorzugt. Dabei sollten Sie allerdings Polaritäten vermeiden und immer darauf achten, die Farben in das vorhandene Raumkonzept zu integrieren.

Ob Hygge oder Lagom – von der Ausgeglichenheit und dem Stilgefühl der Skandinavier können wir uns ruhig noch eine Scheibe abschneiden, nicht wahr? Wir hoffen, wir konnten Sie mit unseren Tipps rund um die angesagten nordischen Wohntrends inspirieren.

 

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2 Kommentare
  • Lou

    Woher sind denn diese wunderschönen Stühle aus dem ersten Bild?
    Vielen Dank!

    20. April 2018 um 22:46 Antworten
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