Fleckenentfernung leicht gemacht: Diese Hausmittel bewirken kleine Wunder


 

Sicherlich kennen Sie das Problem: Sie haben sich ein neues Kleid oder Hemd gekauft und direkt beim ersten Tragen bekommt es einen auffälligen Fleck. Wenn es hart auf hart kommt, handelt es sich auch noch um Rotwein oder eine andere, sehr hartnäckige Flüssigkeit. Unsere Tricks helfen Ihnen, Flecken möglichst schonend zu entfernen. Dafür benötigen Sie ausschließlich Hausmittel, die Sie im Notfall zumeist gleich parat haben.

Unser Tipp: Testen Sie die Flüssigkeiten vorab an einer nicht sichtbaren Stelle und überprüfen Sie, wie das Kleidungsstück auf das Hausmittel reagiert (z. B. an einer inneren Naht).



Alleskönner Salz
 

Das wohl bekannteste Hausmittel ist Salz. Sofern der Fleck noch frisch und nicht getrocknet ist, streuen Sie es großzügig auf den Flecken. Nachdem das Salz kurz eingewirkt hat, bürsten Sie es ab und waschen das Kleidungsstück mit kaltem Wasser aus, bevor Sie es dann in die Wäsche geben. Salz eignet sich v. a. zur Entfernung von Rotwein- und Blutflecken.


Zitronensaft und Milch bei Flecken auf weißer Kleidung
 

Sind Ihre weißen T-Shirts verfärbt, legen Sie diese über Nacht in Milch ein. Am nächsten Tag spülen Sie sie kalt aus und geben sie in die Waschmaschine. Sofern ein Fleck bereits älter oder getrocknet ist, können Sie ihn mit Zitronensaft beträufeln, anschließend streuen Sie auf die Stelle wieder Salz und bürsten beides aus. Sie sollten die Zitronensäure jedoch nur bei weißen Textilien anwenden – ansonsten könnte die Säure die Farbstruktur Ihrer Kleidung angreifen.


 

Sekt und klarer Glasreiniger bei älteren Rotweinflecken
 

Zwei unerwartete Helfer sind herkömmlicher Glasreiniger und Sekt. Sowohl die Kohlensäure im Sekt als auch die Zusammensetzung des Glasreinigers sorgen dafür, dass Rotweinflecken entfernt werden können. Hierfür legen Sie Ihre Kleidungsstücke circa 30 Minuten in etwas Sekt und waschen diese im Anschluss in der Waschmaschine. Bei Glasreiniger sollte die Einwirkzeit nicht mehr als 5 Minuten betragen. Sobald der Reiniger eingezogen ist, können Sie Ihre Textilien per Hand mit kaltem Wasser auswaschen. Wichtig ist, dass Sie klaren Reiniger verwenden, um Farbrückstände zu vermeiden.


 

Kaltes Wasser, Backpulver und Speisestärke bei Blutflecken

Die besten Hausmittel gegen Blutflecken sind kaltes Wasser oder Salzwasser. Dabei können Sie den frischen Blutfleck unter kaltem Wasser auswaschen und im Anschluss darin einweichen. Nachdem die größte Verschmutzung entfernt ist, waschen Sie Ihre Kleidung wie gewohnt in der Waschmaschine. Falls der Fleck bereits getrocknet ist, weichen Sie Ihre Kleidung im ersten Schritt mindestens eine Stunde in kaltem Wasser ein. Im Anschluss bestreuen Sie den Fleck mit Backpulver, Speisestärke oder Salzlauge und reiben die Hausmittel vorsichtig in die Kleidung ein. Nach einer Einwirkzeit von ein bis zwei Stunden waschen Sie Ihre Kleidung wie gewohnt in der Waschmaschine. Bei hartnäckigen Blutflecken müssen Sie den Vorgang womöglich wiederholen oder den Fleck mit kaltem Wasser und Gallseife behandeln. Sofern Sie einen Blutfleck aus Seide entfernen möchten, können Sie einen Tupfer Alkohol verwenden und Ihr Kleidungsstück im Anschluss mit kaltem Wasser per Handwäsche auswaschen.



 

Spülmittel bei Fettflecken

Auch bei Fett ist schnelles Handeln gefragt: Solange das Fett noch nicht in die tiefen Fasern Ihrer Textilien gelangt ist, kann es leicht entfernt werden. Daher ist der erste Schritt stets das Aufsaugen der Flüssigkeit. Um diese nicht tiefer in das Gewebe zu drücken, sollten Sie Reibung vermeiden. Legen Sie das Papiertuch einfach nur locker auf den Fleck, ohne Druck. Bei großen Flecken bieten sich auch feuchtigkeitsaufsaugende Materialien wie Sand oder Katzenstreu an. Danach können Sie den Rest des Flecks mit Wasser und Spülmittel oder einem enzymhaltigen Flüssigwaschmittel entfernen. Da Fett nicht wasserlöslich ist, gestaltet es sich etwas schwieriger, bereits getrocknete Flecken zu entfernen. Das einzige Hausmittel, das die Fettzellen aktiv beseitigen kann, ist Alkohol. Jedoch greift Alkohol auch die Farbfasern an, sodass oftmals der Fettfleck zwar entfernt werden kann, an seiner Stelle jedoch eine ausgebleichte Stelle entsteht. Daher eignet sich diese Art der Entfernung vor allem für helle Textilien. Probieren Sie es am besten zuvor an einer unsichtbaren Stelle im Inneren des Kleidungsstücks aus, indem Sie ein sauberes Tuch in Alkohol tränken und Ihre Kleidung damit einreiben. Sofern diese keine Farbe verliert und an das Tuch abgibt, können Sie den Fleck ebenfalls mit Alkohol beträufeln und ihn im Anschluss herauswaschen.


 

Essig, Backpulver und Zitronensäure bei Schweißflecken

Insbesondere an warmen Sommertagen oder in stressigen Situationen kann es schnell passieren, dass man verstärkt schwitzt und Hemden, T-Shirts und Blusen unangenehme Schweißränder aufweisen. Um diese aus weißen Textilien zu entfernen, eignen sich Essig und Zitronensäure. Dafür weichen Sie Ihre Wäsche mehrere Stunden in einer Essig-Wassermischung ein (Verhältnis 1:5) ein oder beträufeln nur die betroffenen Stellen mit Zitronensäure (vorher anfeuchten) und lassen diese mindestens eine Stunde einwirken. Waschen Sie Ihre Wäsche im Anschluss wie gewohnt in der Maschine oder per Hand. Sofern es sich um Kochwäsche handelt, können Sie die Schweißränder anfeuchten, mit Backpulver einreiben und nach mehreren Stunden Einwirkzeit bei 60 Grad waschen. Bei bunten Textilien sollten Sie die Hausmittel erst an einer nicht sichtbaren Stelle testen.



 

Grasflecken mit Gallseife und Zitronensäure bekämpfen

Diese Situation kennt jeder aus der eigenen Kindheit oder von den eigenen Kindern und Enkeln: Beim Spielen oder Sitzen auf der Wiese sind Grasflecken auf der Jeans unvermeidlich. Sofern die Kleidung bei 60 Grad gewaschen werden kann, gehören Grasflecken nicht zu den hartnäckigen Flecken: Reiben Sie die Jeans mit Gallseife oder Zitronensäure ein und warten Sie gut eine Stunde, bevor Sie die Jeans bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Schwieriger wird es bei anderen Textilien, die nicht heiß gewaschen werden können. Grasflecke auf heller Kleidung können Sie mithilfe von Menthol-Zahnpasta entfernen. Das Menthol der Zahncreme löst den Farbstoff und bleicht den Fleck aus, sodass der Grasfleck meist ohne Rückstände entfernt werden kann. Reiben Sie die Zahnpasta einfach auf den Fleck und waschen Sie Ihre Kleidung im Anschluss wie gewohnt in der Waschmaschine. Falls der Grasfleck weder auf einer Jeans noch auf einem hellen Kleidungsstück entstanden ist, versuchen Sie, ihn mit einer Kartoffel zu entfernen. Schneiden Sie eine frische, rohe Kartoffel auf und reiben Sie den Fleck damit ein. Durch die Reibung entweicht Kartoffelstärke, welche sich mit dem Fleck verbindet, beides löst sich dann beim Waschen in der Maschine. Wie immer gilt: Testen Sie die Hausmittel zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle.

Sofern die Hausmittel nicht helfen, können Sie auf chemische Reinigungsmittel aus der Drogerie zurückgreifen, um die Flecken auf Ihren Kleidungsstücken zu entfernen. Bei besonders pflegeintensiven Textilien oder Ihren Lieblingsstücken lohnt sich auch der Weg in eine Reinigung.


 

Tomatenflecken: auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Ist etwas von der Tomatensauce zum Mittag auf Ihrem Shirt gelandet, sollten Sie den entstandenen Fleck nach Möglichkeit noch frisch behandeln. Je nach den Bestandteilen der Sauce variieren die passenden Hausmittel: Unterscheiden sollten Sie zwischen Flecken, die nur aus Tomaten bestehen, welchen, die auch Öl oder Fett enthalten, und solchen mit Zucker oder Essig. Reine Tomatenflecken heben Sie zunächst vorsichtig vom Stoff ab und spülen Sie dann mit kaltem Wasser von links aus. Im Anschluss reiben Sie ein wenig Waschmittel mit einem Tuch in kreisenden Bewegungen auf den Fleck und geben schließlich das Kleidungsstück in die Waschmaschine. Sie können Ihr Shirt auch in eine Schüssel mit Mineralwasser geben oder den Fleck mit Rasierschaum bedecken und im Anschluss in der Waschmaschine waschen. Enthält die Tomatensauce Fett oder Öl, sollten Sie zur Fleckentfernung vorgehen wie weiter oben zu Fettflecken erläutert. Essig und Zucker in der Sauce sprechen gegen die Behandlung mit heißem Wasser und erfordern eine Wäsche mit kaltem Wasser. Geben Sie die Kleidungsstücke nicht in warme Waschprogramme oder in den Trockner, ehe die Flecken nicht komplett verschwunden sind. Helle Stoffe können Sie auch bleichen, beispielsweise mit Zitronensäure, oder Shirts mit sehr hartnäckigen Fleckenrückständen in die Sonne hängen.


 

Wasser, Salz, Backpulver und Natron gegen Kaffeeflecken

Frische Kaffeeflecken können Sie relativ einfach aus Ihrer Kleidung entfernen. Legen Sie ein Küchenkrepp auf den Fleck und drücken Sie es leicht auf den Stoff, um die Flüssigkeit herauszusaugen. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück per Hand mit lauwarmem Wasser oder Mineralwasser – haben Sie Kaffee mit Milch verschüttet, sollten Sie dem Wasser zudem etwas Waschmittel oder Spülmittel beifügen. Zuletzt geben Sie die vorgereinigte Kleidung in die Waschmaschine. Ist der Fleck bereits eingetrocknet, sollten Sie ihm mit anderen Hausmitteln zu Leibe rücken. Lösen Sie viel Salz in einer Schüssel mit warmem Wasser auf und lassen Sie das Kleidungsstück 30 Minuten darin einweichen. Alternativ geben Sie Backpulver oder Natron auf den Fleck und gießen etwas Wasser darüber. Nach 15 Minuten spülen Sie die Hausmittel ab und waschen Ihre Kleidungsstücke in der Waschmaschine.



 

Eine klebrige Angelegenheit: Kaugummi entfernen

Kaugummi klebt an allem, mit dem es in Berührung kommt. Umso ärgerlicher ist es, wenn es in Kontakt mit Ihrer Kleidung kommt. Um Kaugummi rückstandslos abzulösen, legen Sie Shirt, Hose und Co. ins Gefrierfach, bis es hart gefroren ist. Dann können Sie es einfach abnehmen. Gehen Sie besonders sorgfältig vor, wenn es sich um Stoffe aus Wolle handelt, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.






 

Hausmittel vs. chemische Reinigungshelfer


 

Hausmittel

Chemische Reinigungsmittel

Vorteile

+ Günstig

+ Spezialmittel für alle Textilien vorhanden

+ Meistens vorrätig & schnell zur Hand       

+ Oftmals kürzere Einwirkungszeiten

+ Schont die Textilfasern

+ Umweltschonend

Nachteile

- Nicht für alle Textilien geeignet

- Nicht nachhaltig

- Zeitaufwendig

- Starker Reinigungsmittel-Geruch

- Teuer