Maßtabellen für Schuhgrößen

Die Fußlänge messen in sechs Schritten

Die Größentabelle – so ermitteln Sie Ihre Schuhgröße

Die Schuhweite

Stiefelmaße und Schaftweite

Die Symbole auf dem Schuhetikett

Wie muss ein Schuh sitzen?

 

2010 nahmen das Deutsche Schuhinsitut (DSI) und der Bundesverband der deutschen Schuhindustrie (HDS) für den "Deutschen Fußreport" rund 10.400 Füße von zufällig ausgewählten Bundesbürgern genauer unter die Lupe. Sie vermaßen die Füße der Männer und Frauen und notierten auch Daten wie Alter, Körpergröße und Gewicht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Füße der Deutschen im Laufe der Zeit nicht länger geworden sind, obwohl viele junge Menschen im Durchschnitt größer waren, als die älteren Generationen. Dafür hatten die Füße der Bürger an Breite gewonnen.
 

Die Schuhexperten stellten bei der Untersuchung außerdem fest, dass etwa 82 Prozent der Befragten Schuhe in falscher Größe trugen. Ein Grund dafür liegt nach Ansicht der Experten darin, dass mehrere Größensysteme für Schuhe nebeneinander existieren. Viele Verbraucher wissen, dass es neben dem europäischen Größensystem, auch die englischen Schuhgrößen gibt. Beim Schuhkauf kann es jedoch zu Verwirrungen kommen, da sich mancher Kunde nicht sicher ist, ob seine Größe 38 nun einer englischen Größe 5 oder doch eher einer 5,5 entspricht. Die Umrechnung zwischen den beiden Systemen ist also nicht ganz einfach. Doch damit nicht genug: Uneinheitliche Messmethoden führen dazu, dass Schuhe mit gleicher Größenauszeichnung von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausfallen können. Ein dritter Grund für unpassendes Schuhwerk sind die Schuhweiten. Diese sind oft nicht bekannt oder nicht auf den Schuhen ausgewiesen. Wenn der Schuh drückt, glauben viele Kunden, ein Modell in Größe 40 sei besser als eine 39. Stattdessen wäre ein weiterer Schuh die Lösung gewesen.

Die Größentabellen für Schuhe sind deshalb wichtige Hilfsmittel beim Schuhkauf. Dank der Übersichten können Sie Ihre Schuhgröße bestimmen, egal ob für das europäische, das britische oder das französischen Schuhgrößensystem. Sie müssen dazu nur die Maße Ihrer Füße kennen.
 

Die Fußlänge ausmessen in sechs Schritten

Die Fußlänge ist die Grundlage für die Schuhgröße. Falls Sie Ihre Schuhgröße nicht kennen oder diese noch einmal überprüfen möchten, so können Sie diesen Wert schnell zu Hause ermitteln. Wählen Sie dafür am besten die Zeit am Nachmittag oder am Abend. Die Füße schwellen im Laufe des Tages leicht an und sind abends etwas größer als morgens. Außerdem ist es empfehlenswert, die Füße barfuß zu messen oder dabei dünne Strümpfe zu tragen.

Folgende Dinge benötigen Sie: Zwei Blatt Papier in A4-Größe, einen gespitzten Bleistift und ein langes Lineal.

Tipp: Holen Sie sich, wenn möglich, Unterstützung. Beim Ausmessen ist es immer praktischer, wenn eine zweite Person hilft.

So gehen Sie vor:

  1. Legen Sie ein Blatt Papier auf einen festen, harten Boden und stellen Sie einen Fuß darauf.

  2. Belasten Sie den Fuß möglichst mit ganzem Körpergewicht.

  3. Nehmen Sie den Stift zur Hand und umranden Sie den Fuß möglichst genau. Achten Sie darauf, dass Sie den Stift senkrecht halten.

  4. Wiederholen Sie den Vorgang mit dem anderen Fuß.

  5. Markieren Sie dann auf den Umrissen die äußersten Punkte, an denen die Zehen am längsten sind bzw. die Ferse am kräftigsten ist.

  6. Messen Sie mit dem Lineal den Abstand zwischen den beiden markierten Punkten bei beiden Fußzeichnungen.


 

Bei den meisten Menschen sind die Füße nicht gleich lang. Orientieren Sie sich bei der Bestimmung Ihrer Schuhgröße am größeren Messwert.

Experten empfehlen, zu der gemessenen Länge noch etwa vier Millimeter hinzuzurechnen. Diese Zugabe gewährleistet, dass der Fuß auch beim Abrollen ausreichend Platz im Schuh hat.



 

Die Größentabelle – so ermitteln Sie Ihre Schuhgröße

Mithilfe der Maßtabellen können Sie herausfinden, welcher Schuhgröße die ermittelte Zentimeterangabe entspricht.

In Deutschland ist das europäische Größensystem Standard. Einige Schuhmarken nutzen jedoch ausschließlich die englische Nummerierung mit ihren Halbgrößen. Die Maßtabelle listet daher auch internationale Schuhgrößen auf. In der oberen Tabelle finden Sie die deutschen Schuhgrößen. In der unteren Tabelle sind die Fußlängen den englischen Größen zugeordnet. Dies vereinfacht die Umrechnung der verschiedenen Maßeinheiten.


 

Schuhgrößen






 

Die Schuhweite

Nicht nur die Länge, sondern auch die Weite spielt bei der optimalen Passform eines Schuhs eine wichtige Rolle. Auch bei WENZ finden Sie Damen- und Herrenschuhe in unterschiedlichen Weiten.

Die Schuhweite entspricht dem Ballenmaß. Sie gibt also an, wie stark der Fuß im Bereich des Ballens ist. Auch diesen Wert können Sie einfach zu Hause an Ihren Füßen ausmessen.

So messen Sie die Fußweite

Sie benötigen für die Bestimmung ein flexibles Maßband und eventuell eine Person, die Ihnen hilft. Auch hier ist es empfehlenswert, barfuß sind oder nur mit dünnen Socken Maß zu nehmen.
 

  1. Stellen Sie sich aufrecht auf einen festen Boden und belasten Sie beide Füße gleichmäßig.

  2. Nehmen Sie das Maßband und legen Sie es an der breitesten Stelle um Ihren Fuß.

  3. Lesen Sie am Maßband den Umfang Ihres Fußes ab.

  4. Wiederholen Sie den Vorgang nun auch bei Ihrem anderen Fuß.
     

Anhand der untenstehenden Übersicht können Sie Ihre Schuhweite ermitteln. Suchen Sie sich dafür in der ersten Spalte Ihre Schuhgröße. Gehen Sie in der Zeile nach rechts bis Sie den Wert finden, der Ihrem Ballenumfang entspricht oder Ihrem Messwert am nächsten kommt.

Beispiel: Sie haben einen Ballenumfang von 23,6 Zentimetern gemessen. Ihre Schuhgröße ist 39. In der ersten Spalte suchen Sie die Größe 39. Anschließend gehen in der Zeile nach rechts bis 23,8. Dieser Wert kommt Ihrem Ballenumfang an nächsten. Im Kopf der Spalte können Sie Ihre Schuhweite ablesen: Sie haben Schuhweite H.
 

Größentabellen für Damen- und Herrenschuhe




 

Die Schuhweiten werden durch Buchstaben gekennzeichnet. In Europa beginnt die Skala bei Weite E für sehr schmale Füße und reicht bis zur Spezialweite M für bandagierte Füße mit besonderen Ansprüchen. Für Kinderschuhe gilt das sogenannte WMS-System. Dieses unterscheidet die drei Weiten Weit (W), Mittel (M) und Schmal (S).

Die verschiedenen Schuhweiten



 

Stiefelmaße und Schaftweite

Beim Kauf von Stiefeln gehört zusätzlich zur richtigen Schuhgröße auch die Schaftweite zu den erforderlichen Maßen dazu. Die Schaftweite bezeichnet den Umfang der Wade an der stärksten Stelle. Sie wird mit ganzen Zahlen von 1 bis 10 angegeben.

So messen Sie die Schaftweite

Für die Bestimmung der Schaftweite müssen Sie den Umfang Ihrer Wade messen. Auch für diese Messung benötigen Sie ein Schneidermaßband.
 

  1. Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl und stellen Sie die Füße flach auf den Boden auf.

  2. Legen Sie das Maßband um die stärkste Stelle der Wade. Das Maßband sollte nicht zu einschneiden, aber auch nicht zu locker sein und herunterrutschen.

  3. Lesen Sie den Wadenumfang auf dem Maßband ab.

  4. Führen Sie die Messung auch am anderen Bein durch.

Falls das Ergebnis keine ganze Zahl ist, runden Sie den Wert auf den nächsten vollen Zentimeter auf. Denken Sie dabei auch daran, mit welcher Kleidung Sie die Stiefel kombinieren möchten. Auch die Hosenbeine der Jeans oder dicke Strümpfe sollten bequem in dem Stiefelschaft Platz haben.

Tipp: Im Laufe des Tages können sich Füße und Beine etwas ausdehnen. Nehmen Sie die Messungen daher am besten am Nachmittag oder am Abend vor.

Mithilfe der Maßtabellen für Stiefel-Schaftweiten können Sie die richtige Größe schnell bestimmen. Wählen Sie die Tabelle mit dem gewünschten Maß-System, das heißt entweder deutsche, französische oder englische Schuhgrößen. Suchen Sie in der Tabelle die richtige Kombination aus Schuhgröße und Ihrem Wadenumfang in Zentimetern. In der ersten Zeile der Tabelle lesen Sie dann die entsprechende Schaftweite ab.



 

Die Symbole auf dem Schuhetikett

Die Hersteller geben die verwendeten Materialien auf jedem Schuh im Form von Symbolen an. Diese finden Sie entweder auf einem Etikett oder an einer unauffälligen Stelle auf dem Schuh aufgedruckt. Die untenstehende Grafik erklärt die Bedeutung der einzelnen Zeichen.



 

Wie muss ein Schuh sitzen?

Wenn Sie mithilfe der Maße Ihre Schuhgröße und die Schuhweite bestimmt haben, folgt nun die Anprobe eines passenden Schuhs. Denken Sie daran, dass Schuhe unterschiedlich ausfallen können. Worauf Sie beim Anprobieren Ihrer neuen Schuhe achten sollten, haben wir hier noch einmal zusammengefasst.

Darauf sollten Sie bei der Schuhanprobe achten

  • Zeitpunkt: Für die Anprobe gilt genau die gleiche Empfehlung wie für das Ausmessen: Der ideale Zeitpunkt ist nachmittags oder abends, weil sich die Füße im Laufe des Tages ausdehnen können.
     
  • Platz zum Abrollen: Zwischen den Zehen und dem Schuh sollte ein Daumen passen. Ist der Platz etwas knapp, dann wählen Sie ein Modell in einer halben Nummer größer.
     
  • Perfekte Länge: Die Ferse sollte fest im Schuh sitzen. Ist der Schuh zu lang, rutscht der Fuß beim Gehen nach vorn und die Zehen werden gestaucht. Versuchen Sie besser ein Modell in einer kleineren Nummer oder nutzen Sie Einlegesohlen.
     
  • Optimale Weite: Der Schuh sollte auch an den Seiten bequem sein. Drückt der Schuh an den Seiten, dann probieren Sie stattdessen ein Modell mit größerer Schuhweite.
     
  • Generell gilt: Sie sollten die Passform von Anfang an als angenehm empfinden.